Gemeinde Mhlhausen

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Breites Angebot für Senioren

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Seniorenwohnanlage Mühlhausen

Auch in der Gemeinde Mühlhausen nimmt die Anzahl der Seniorinnen und Senioren deutlich zu. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde im Jahr 2009 eine betreute Senioren-Wohnanlage im Ortskern von Mühlhausen errichtet. Ein Erweiterungsbau mit einer Tagespflege sowie einer Wohngruppe für Personen mit erhöhtem Pflegeaufwand ist in Planung. 

Über den örtlichen Pflegedienst der Sozialstation Letzenberg e.V. wird die häusliche Pflege in Mühlhausen sichergestellt. 

Außerdem gibt es ein ausgewogenes Programm für die Seniorinnen und Senioren, angefangen über mehrere Seniorenfahrten im Jahr, über Frauengemeinschaften bis hin zu Seniorennachmittage. Partner der Gemeinde sind dabei die katholische und die evangelische Kirchengemeinde sowie die Ortsverbände des Sozialverbands VdK. 

„WOGE Mühlhausen“ will neue Wege in der Seniorenarbeit beschreiten

Gründungsversammlung des neuen Vereins / Aktiver Einsatz für die neue Senioren-Wohngemeinschaft / Bürgermeister Jens Spanberger 1. Vorsitzender

Das „Seniorenzentrum Letzenberg“ am Rathausplatz wächst, der Rohbau steht, die Innenarbeiten können demnächst beginnen. Damit wächst aber auch die Notwendigkeit, im Bereich der Seniorenarbeit neue Wege zu beschreiten. Auf dieses Ziel hin wurde dieser Tage der neue Verein „WOGE Mühlhausen“ gegründet, der sich den „Ausbau und die Stärkung der sozial-karitativen  Netzwerke in der Gemeinde vor allem für ältere und hilfsbedürftige Menschen und ihre Angehörigen“ in die Vereinssatzung geschrieben hat. Besonders hervorgehoben wird darin das „Miteinander der Generationen“. Gesucht wird dabei die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Kirchengemeinden, Vereinen und Gruppen. Mit besonderem Augenmerk auf das neue Seniorenzentrum will WOGE unterstützend eingreifen bei der Organisation der ambulant betreuten Wohngemeinschaft mit selbstbestimmtem Charakter und das gemeinschaftliche Zusammenleben fördern. Dazu gehören die Durchführung von Veranstaltungen und die Beteiligung an Aktivitäten und Projekten. Natürlich hofft der Verein auf viele Mitglieder, die sich aktiv oder fördernd in der Gemeinschaft engagieren.

Welche Ziele verfolgt diese Senioren-Wohngemeinschaft? Ist sie eine echte Alternative zum Heim? Was ist das Wichtigste für eine gut funktionierende Wohngemeinschaft? Wichtig ist vor allem, dass sich die richtigen Leute finden, denn wer immer den Ton angeben will, wird sich mit diesem Modell schwer tun. Aber das Zusammenleben in einer Senioren-WG hat einige Vorteile. Niemand ist einsam, man hilft sich gegenseitig und teilt sich die Kosten. Man muss aber schon ein Typ dafür sein. Denn es geht um gegenseitige Unterstützung, um Sympathie, Nähe und Vertrauen. Die Menschen sollen im Idealfall bis an ihr Lebensende zusammen bleiben und nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben.

Dazu gehören gemeinsame Rituale wie etwa das Kochen und Essen. Konfliktfähigkeit ist eine wichtige Eigenschaft. Jeder wird einmal zurückstecken müssen. Eine weitere Besonderheit von Senioren-Wohngemeinschaften: Im Laufe des Zusammenlebens nehmen die Kräfte bei den Mitbewohnern ab. Die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten und Gebrechen steigt, Pflege wird damit auch zum Thema. Jede WG sollte sich dann entscheiden, wie sie damit umgehen möchte, und ob es nicht besser ist, Hilfe von außen zu holen. Fachleute raten auch, vorher auf jeden Fall die Finanzierung genau durchzurechnen. Wie hoch sind die Kosten für Wohnung, Lebensmittel, Pflegedienst, und was sonst noch so anfällt?

Die Geschäftsführerin der Sozialstation Letzenberg, Juliane Münch, und die Teamleiterin der Betreuungsgruppen, Brigitte Kullmann, stellten der Versammlung das Konzept des „Seniorenzentrums Letzenberg“, insbesondere der selbstorganisierten, ambulant betriebenen Wohngemeinschaft, vor. Daneben finden eine Tagespflege mit 15 Plätzen und die Verwaltung der Sozialstation Letzenberg ihre Räumlichkeiten. In der Wohngemeinschaft können zwölf Bewohner leben, denen „ein hohes Maß an Individualität“ zugestanden wir. So können sie Pflegedienste und Unterstützungsleistungen frei wählen, die Lebens- und Haushaltsführung gemeinschaftlich und selbstbestimmt gestalten. Darüber hinaus besitzen die Bewohner ein uneingeschränktes Hausrecht und können auch selbst über die Mitaufnahme neuer Bewohner entscheiden.

So bestimmen die Bewohner selbst über die wesentlichen Aspekte in der Wohngemeinschaft. Sie sind Mieter ihres eigenen Zimmers und der Gemeinschaftsräume, wobei das Zimmer nach persönlichen Wünschen und mit eigenem Mobiliar eingerichtet werden kann. Zentrum der Wohngemeinschaft ist der gemeinsam genutzte Wohn- und Essbereich mit offener Küche. „Akteure“ der Wohngemeinschaft sind die Bewohner selbst, die Angehörigen der Bewohner bzw. deren gesetzliche Vertreter, der ambulante Pflegedienst sowie der Verein „WOGE Mühlhausen“, der die WG in der Öffentlichkeit vertritt, das ehrenamtliche Engagement fördert, sich in der Alltag der älteren Menschen einbringt. Der Pflegedienst versteht sich als „Gast“ in der Wohnung, ist verantwortlich für die soziale Betreuung, die hauswirtschaftliche Versorgung und die Pflege, wobei eine 24-Stunden-Pflege und Betreuung gewährleistet ist.

Nach der einstimmigen Verabschiedung der Vereinssatzung wurde die Vorstandschaft gewählt: 1. Vorsitzender Bürgermeister Jens Spanberger, 2. Vorsitzende Helga Groß, Schriftführer Günther Hotz, Schatzmeister Volker Schäfer, Kassenprüfer Rüdiger Egenlauf und Ewald Engelbert, Beisitzer im erweiterten Vorstand Klaus Jacobsen und Pfarrer Klemens Dittberner.